Vier Überzeugungen ziehen sich durch alles:

Erstens: Mit dem arbeiten, was da ist. Effectuation nennt sich das in der Forschung – die Entscheidungslogik erfolgreicher Gründer. Nicht auf perfekte Bedingungen warten, sondern mit den vorhandenen Mitteln, mit Partnern auf Augenhöhe und durch kluges Nutzen der Umstände und Zufälle den nächsten machbaren Schritt gehen – und daraus lernen.

Zweitens: Konkrete Arbeit schlägt abstrakte Erklärung. Menschen verändern Zusammenarbeit, Entscheidungen und Selbstführung nicht durch Appelle, sondern indem sie an realen Situationen arbeiten und erleben, was den Unterschied macht. Deshalb beginnt jeder Workshop mit Analyse und Auftragsklärung: Was ist das konkrete Thema? Welche Entscheidung oder Veränderung soll möglich werden? Was steht ihr heute im Weg? Auf dieser Grundlage gestalte ich den Workshop und die Interaktion – für genau diesen Anlass, nicht nach einem Standardprogramm.

Drittens: Unter Ungewissheit schlagen Experimente jedes Konzept. Was wirkt, bleibt. Was nicht, wird ersetzt – im Workshop wie im Fitnessstudio, bei Meetingstrukturen wie bei Supplements.

Viertens: Unspektakulär und effektiv. Ich misstraue erst einmal allem, was blinkt und auf den ersten Blick gut aussieht – Maßnahmen-Theater in Organisationen genauso wie Eisbad-Heldenposen auf LinkedIn. (Wobei: Eisbaden kann man auch gesellig. Seit 2023 co-organisiere ich Sommereisbaden in Berlin.)